R 1200 GS [Verbrauch]

Batterie

Hinsichtlich der Leistungsfähigkeit der original verbauten Batterie scheiden sich bekanntlich ja die Geister. Lange Zeit hat mich das überhaupt nicht tangiert, da meine Q selbst nach längeren Standzeiten immer problemlos angesprungen ist. Ende Januar 2006 hat die Batterie allerdings nach fünf Wochen Standzeit 'völlig unerwartet' den Dienst quittiert und wollte mal wieder geladen werden ;-).

Ölverbrauch

Zum Ölverbrauch kann ich nach den ersten knapp 10.000 km auch nur sagen, dass der Pegel im Schauglas vom ersten bis zum heutigen Tage immer zwischen 1/2 und 5/6 stand und ich lange Zeit nicht mal wusste, wie der Schlüssel zum Aufdrehen des Ölstopfens aussah; zumindest wusste ich aber, wo er versteckt war und zwischenzeitlich habe ich ihn auch schon drei-, viermal benutzt, um insgesamt 0,75l Öl nach zu füllen! :-) ;-)

Ölstand

Das Thema 'Ölstand messen', führt im Übrigen immer wieder und immer noch (auch bei der 12er) zu Irritationen unter den BMW-Boxerfahrern! Vielleicht hat der techn. Kundendienst von BMW deshalb auch mit seiner Service-Information Nr. 4 vom 11.02.2002 eine mehr oder weniger offizielle Anleitung hierzu heraus gegeben?! Letztendlich bleibt einfach die Tatsache, dass unsachgemäßes Ablesen des Ölstandes und daraus resultierendes, unangemessenes Nachschütten nicht ohne Folgen (Blaurauch, Ölverbrauch, ...) bleiben. Und was bei zu wenig Öl im Ölkreislauf des Boxers passiert, brauche ich wohl nicht zu erwähnen?! x(

Spritverbrauch

Gegenüber dem vorherigen Modell soll sich die BMW R 1200 GS in vielerlei Hinsicht wesentlich unterscheiden. Das um 12% reduzierte Gewicht und die um 15% gesteigerte Motorleistung iVm. der neuen BMS-K Motorelektronik sollen sich nicht zuletzt auch hinsichtlich des Benzinverbrauchs deutlich spürbar machen; laut den Werksangaben verbraucht die Q bei konstant 90 km/h ca. 4,3 und bei konstant 120 km/h ca. 5,5l des mittlerweilen doch ziemlich kostspieligen Superkraftstoffs.

Ob sich in der Einfahrphase bereits abschließende Werte ermitteln lassen, ist m.E. nach eher zweifelhaft. Nichts desto trotz hab' ich aber doch auch ein Auge auf den Durchfluß gehabt und bin so ungefähr bei den angekündigten 5 - 5,5l/100 km hängengeblieben, also gut einen Liter weniger als bei der R 1150 GS. Nach der Einfahrphase hat sich der Verbrauch leider bzw. erwartungsgemäß um einen halben Liter nach oben orientiert (Ø 5,5 - 6l/100 km).

Apropos Durchfluß, das Tanken selber ist eine ziemliche Tortur bzw. ein übles Geduldsspiel; die letzten 6 - 7l muß man förmlich bitten und betteln, bevor sie den Weg in den Tank finden. Auf der Suche nach Abhilfe bin ich auf diverse Möglichkeiten gestossen, von den mir eine aus dem R12GS-Forum am besten gefallen hat, weil sie ohne nennenswerten Aufwand ausprobiert werden kann bzw. konnte: durch einfaches Entfernen des Gummieinsatzes im Tankstutzen sollte das Tanken wesentlich zügiger und schneller von statten gehen?! Also hab' ich beim nächsten Tankstop besagten Einsatz einfach mit dem Zeigefinger heraus gezogen und - es ist besser, aber noch nicht gut. Der Tankvorgang geht jetzt zwar insgesamt schneller über die Bühne, aber die letzten 2, 3 Liter lassen sich nach wie vor noch bitten - aber damit kann ich leben?!

Noch was Positives: nach Aussage von BMW im BoFo kann aufgrund der selektiven Klopfregelung die BMW R 1200 GS auch im Dauerbetrieb mit Normalbenzin (91 ROZ) betrieben werden. Zu beachten ist aber, dass sich bei Verwendung von Normalbenzin in Abhängigkeit von den individuellen Fahr- und Einsatzbedingungen die Motorleistung reduzieren und der Kraftstoffverbrauch erhöhen wird.

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Einfahrtipps

Ich habe mich natürlich auch bemüht, die Q nach den Vorgaben der Bedienungsanleitung und den Einfahrtipps aus dem BoFo über die ersten Km zu bringen. Wenn ich mir den aktuellen Ölverbrauch und den Reifenverschleiß ansehe, ist mir das offensichtlich auch ganz gut gelungen. ;-)

Reifenverschleiß

Für eine bekennende Tourenschwuchtel wie mich ist das Thema 'Reifenverschleiß' bei der Q naturgemäß nicht unbedingt ein brennendes Thema! Über den werkseitig aufgezogenen Tourance kann ich hinsichtlich Grip, Haftung und so weiter und so fort kein schlechtes Wort verlieren. Nach den letzten Erfahrungen mit dem Pirelli Scorpion genieße ich den Tourance einfach und fühle mich sauwohl mit ihm. ;-)

Bei einer Laufleistung von nunmehr fast 10.000 km und einer Profiltiefe von 3.5 - 4mm läßt der Tourance nach wie vor (fast) keine Wünsche offen. Lediglich auf nassen Strassen läßt er mittlerweile ein wenig nach!

 
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