Der Lago di Caldonazzo, der kleine Bruder des Gardasees bietet lt. einem Bericht des Tourismusverbandes Valsugana (Claudia Bell) Idylle pur: 'Boote schaukeln sanft, Enten fliegen knapp über der Wasseroberfläche. Gerade werden die Absperrleinen mit roten Kugeln für das anstehende Kanurennen gespannt. Ansonsten ist es still am Lago di Caldonazzo. Die wenigen Touristen verteilen sich auf die Ufer.
Genau das ist auch dergroße Vorzug des kleinen Sees in der italienischen Provinz Trentino -und der Grund, warum viele Stammgäste immer wieder kommen. An seinen Ufern liegen so bekannte Dörfer wie Caldonazzo, Calceranica al Lago, San Cristoforo, Ischia oder Santa Caterina. Und doch ist es am Lago di Caldonazzo ruhig und beschaulich geblicben. 'Die Menschen, die hierher kommen, suchen und finden Ruhe und Idylle und kommen zum Teil schon seit Jahren', sagt Cristina Eberle von der Tourismusagentur. Eine Million Übernachtungen zählt sie pro Saison, aber Staus gibt es aufder Straße rund um den See kaum. Und die Preise sind für italienische Verhältnisse moderat geblieben.
Zehn Campingplätze gibt es am Caldonazzo-See, Familien bevorzugen den südlichen Teil des Gewässers. Die Hälfte aller Gäste, die im Sommer hierher kommen, stammten aus Italien, die Hälfte der ausländischen Touristen kommt aus den Niederlanden. 'Wir grenzen uns ganz klar ab vom deutschen Territorium des Gardasees', sagt Cristina Eberle. Gleichwohl ist auch der Lago di Caldonazzo Ziel vieler Windsurfer, Segler und Taucher. Badende schätzen die durchschnittliche Wassertemperatur zwischen 20 und 24 Grad.
Schön wann wird einem auf jeden Fall auf einer Wanderung zum 1572 Meter hohen Rifugio Casarota, einer Hütte des Alpenvereins. Vorbei an kleinen Kirchen in Campregheri schlängelt sich der Weg zunächst neben einer kleinen Landstraße hinauf, dann durch den Wald. Die Sommerluft flirrt, die Grillen zirpen träge im sonnenverbrannten Gras. Im Gasthaus 'Al Bosco' stehen schwarzgekleidete Nonnen an der Bar und halten bei Mineralwasser einen Schwatz.
Der Anstieg zum Rifugio ist steil, drei Stunden geht es bergan. Doch der Duft, der einem aus der Küche von Hüttenwirtin Goretta Zambon in die Nase steigt, entschädigt für die Anstrengung. Von den Holzbänken aus überblickt der Wanderer das hügelige Valsugana mit seinen sattgrünen Wäldern. Dahinter glitzert der Caldonazzo-See. Der Rückweg nach einer Portion Pasta mit selbstgemachter Tomatensoße führt unterhalb der Hütte über den Passo della Fricca und direkt zum erfrischenden Bad im See.'
Das Gebiet rund um den Caldonazzosee bietet nicht nur Wanderern und Bade-Touristen ein breit gefächertes Angebot an Erholungsmöglichkeiten, es bietet zudem auch jede Menge kleine und grosse Schmankerl für Motorradtouren jeder Art, welche ich Ende Juni zusammen mit Armin und ein paar seiner Freunde vor Ort ausprobieren durfte :-). Ob Offroad und/oder Serpentinenstrassen ohne Ende und Pässe, es ist für alle Ansprüche etwas geboten. Zumeist kann man seine Strecken auch so legen, dass man immer (oder zumindest sehr oft) den Caldonazzosee im Blickfeld hat. Bei den meisten Verschnaufpausen kann man so sehr schöne Aussichten über das ganze Tal genießen und auf sich wirken lassen.
Ein 'Muß' ist hierbei natürlich eine Fahrt (welche Richtung ist eigentlich egal) auf dem Kaisersteg. Martin und Dana von MDMOT beschreiben in ihrem Reisebericht diese Strecke (als Rundreise gefahren) mit ca. 130 Kilometer als Leckerbissen '... die komplette Strecke ist geteert, aber dennoch nicht ungefährlich, denn es geht teilweise sehr eng zu. Über eine etwas größere Strasse, die den Kamm entlang führt gelangen sie auf ihrer Fahr in einer Ortschaft wo sie am Marktplatz einen Cappuccino trinken. Nach dieser kleinen Stärkung beginnt dann der anstrengenste Teil der Strecke. Zuerst fahren sie eine einspurige Kammstrasse teils am Waldrand entlang, wobei unübersichtliche und enge Kurven das Fahren erschweren. Anschließend geht es einen Pass mit steilen geteerten Serpentinen hoch.Oben angekommen wird die Strasse wieder breiter ...' . Der vollständige Reisebericht liegt unter MDMOT als 'Kaisertour' auf.