Touren [Chiemgau]

Am Tag der Deutschen Einheit, sprich am 03. Oktober, treffen sich seit 2002 in Seebruck am Chiemsee jedes Jahr mittlerweile eine nicht unerhebliche Anzahl von Boxerfahrern mit Wurzeln im BoFo zu einer gemeinsamen Motorradtour, die weithin als 'Chiemgau-Tour' bekannt geworden ist. Was es damit auf sich hat und wie alles begann, konntefrüher man im Original bei Bogser.de und nachdem die Seite aufgelöst wurde, nurmehr hier in etwas abgewandelter Form nachlesen.

So begann's:

Alles begann damit, dass Boforisti Volker am 20.09.2002 im Boxer-Forum gefragt hat, ob nicht jemand Zeit und Lust hätte, ihm das Chiemgau zu zeigen, da er aus Norddeutschland kommt und hier in unseren Breiten Anfang Oktober Urlaub macht. Daraufhin haben sich Giagl und Schiedi zusammengetan und beschlossen, ihm etwas auf die Sprünge zu helfen bzw. als einheimische Tourguides zu fungieren und eine Route für eine gemeinsame Chiemgautour auszuarbeiten.

Nachdem die Route schon mal ausgearbeitet und geplant war, kam Giagl auf den glorreichen Gedanken, das geplante Tourvorhaben ins Boxer-Forum zu setzen, um auf diesem Wege vielleicht noch zwei, drei Leute zum Mitfahren zu animieren. Ehe er sich allerdings versah, hatte er mit einer solchen Flut von Anmeldungen zu kämpfen, dass ihm wohl ganz Angst und Bange wurde und er jede Menge Unbill auf sich zukommen sah; schließlich sollte ja alles klappen während der Tour, wenn man schon mal den Fremdenführer spielt und zum zweiten wollte er sich vor der versammelten BoFo-Gemeinde (über 30 Teilnehmer) natürlich auch keine Blöße geben. So hat er die Horde von Boxerfahrern in drei Gruppen mit je einem Führer und einem Lumpensammler aufgeteilt und vor der Tour bekam jeder der Teilnehmer eine (gedruckte) Info mit eventuell erforderlichen Mobiltelefonnummern sowie den geplanten Halte- und Treffpunkten während der Tour. Soweit bestens gewappnet konnte eigentlich schon fast nichts mehr schief gehen.

Stefan 'Schiedi' Schiedermaier sammelte am Tourtag morgens ab 08:00 Uhr in München und an der ARAL-Tankstelle in Vaterstetten schon einige der Teilnehmer ein bzw. auf und die ganze Meute (letztendlich immerhin 33 Teilnehmer auf 30 Motorrädern) traf sich wie vereinbart um 09.45 Uhr am Parkplatz an der Kupferschmiede in Seebruck, wo Jürgen 'Giagl' Huber eine kurze Begrüßung und eine etwas längere Tourbesprechung abhielt, in der jeder nochmals mit den grundsätzlichen Verhaltensregeln bei einer Motorradtour dieser Größenordnung vertraut gemacht wurde.

Richtig los ging's dann gegen 10.00 Uhr in Seebruck. Über Truchtlaching weiter nach Altenmarkt, Stein an der Traun, Traunreut, Otting, Waging am See, Tettenhausen, Kirchanschöring, Laufen. Dort über die Grenze nach Oberndorf in Österreich. In Oberndorf wurde bei Franz Auer einen Tankstopp mit bestem Service eingelegt. Hier wurde den Boforisti ungewohnter, aber exzellenter Service (die ganze Meute wurde von der 'Stationsleitung' auf eine Tasse Kaffee eingeladen!) zuteil und der Tankstopp beim Auer wurde zum festen Bestandteil dieser und der nächsten Touren auserkoren. Leider hat 2004 der Pächter gewechselt und unsere Kaffeepause ist seit der letzten Tour somit leider nicht mehr das, was sie einmal war; der Service ist zwar nach wie vor gut, die Preise -nicht nur für den Sprit- sind in Ordnung, aber den kostenlosen Kaffee und das Gefühl, hier mit besonderer Aufmerksamkeit und Herzlichkeit bedient zu werden, gibt's definitiv nicht mehr.

Nach der Kuh- bzw. Kuhtreibertränke ging's weiter zur Kaiserbuche (Die mächtige Rotbuche auf dem Haunsberg soll im Jahr 1779 gepflanzt worden sein. Nach dem Bayerischen Erbfolgekrieg und dem Friedensvertrag von Teschen vom Mai 1779 reiste Kaiser Josef II. über Linz und Straßwalchen ins Innviertel, um die im Friedensvertrag neu gewonnenen Gebiete im vormals bayerischen Raum zu besuchen. Vom Haunsberg aus soll er auf seine „neuen Länder“ jenseits der Salzach geblickt haben. Zum Gedenken an diesen Besuch wurde die Kaiserbuche gepflanzt. In der Nacht auf den 13.08.2004 wurde sie tlw. entwurzelt und war leider nicht mehr zu retten!) am Haunsberg zum Mittagessen (meine Empfehlung: das typisch österreichische Paprikagulasch: da ist wirklich soviel Paprika drin, dass es fast schon richtig staubt - schmeckt aber richtig gut!), dann nach Obertrum am See, Seekirchen am Wallersee, Eugendorf, bei Hallwang rauf auf den Gaisberg. Hier blieben auch dann auch alle wirklich mal für eine Minute artig stehen, damit endlich das wohl obligatorische und unumgängliche Gruppenfoto einer solchen Veranstaltung 'gefertigt' werden konnte.

Anschließend ging es den Gaisberg wieder runter und über Koppl, Glasenbach, Anif, Niederalm nach Hallein. In Hallein gab's als Extra eine kleine Ehrenrunde über den Parkplatz eines Discounters, damit allen Beteiligten vor Augen geführt werden konnte, dass auch GPS-geführte Touren nicht zwingend 'schlenkerfrei' über die Bühne gehen müssen. Nach dieser kleinen Eskapade ging's dann weiter nach Dürnberg und wieder über die Grenze nach Bayern in Richtung Au. Hier weiter zur Nordauffahrt der Roßfeldringstrasse, diese weiter zur Westschranke in Richtung Berchtesgaden. Von dort aus die 'Deutsche Alpenstraße (B 305)' über Strub, Ramsau, vorbei am Taubensee nach Unterjettenberg, Schneizlreuth, Weißbach, Inzell, Zell, Brand, Seegatterl, Blindau, Reit im Winkl, Unterwössen, Marquartstein, Grassau, Rottau, Bernau, Prien, Rimsting, Breitbrunn, Gstadt zurück nach Seebruck (die GPS-Daten des Tourverlaufs stehen selbstverständlich zum Download bereit).

Nachdem der Tag und der Tourverlauf dank Giagls und Schiedis tollem Engagement so optimal abliefen, wurde in den beiden nächsten Jahren hieran weitgehend festgehalten und die Tour unverändert durchgeführt. Das einzige, das etwas bzw. auf ein Minimum zurück gefahren wurde, war die anfängliche (Lage-)Besprechung. Nachdem aber dieses Jahr (2004) ein Kollege von mittlerweile 45 Teilnehmern mittendrin meinte, jetzt wär's für ihn genug und er könne heimfahren, dabei aber nicht bedachte, dass ihm gemäß dem Herdentrieb die nachfolgenden Kuhtreiber blindlings (typisch deutsche Eigenschaft?!) hinterher fuhren und folgerichtig irgendwann alle mehr oder weniger fast in der heimischen Garage des Heimfahrers standen, wird die nächste Tourbesprechung wohl wieder etwas ausführlicher werden.

Ausblick

Aber genau solche Anekdoten, die mehr als positive Stimmung, die durch die Bank sehr netten Teilnehmer und natürlich die Möglichkeit, die Boforisti endlich einmal persönlich kennen zu lernen oder wieder einmal zu treffen, machen meiner Meinung nach den ganz besonderen Reiz von Giagls und Schiedis Tour aus. Ich freue mich auf jeden Fall jedes Jahr darauf und habe den 03. Oktober 2005 auch schon für die nächste Chiemgautour -wetterunabhängig- fest eingeplant und reserviert.

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Fotografien

Die Kaiserbuche
Die Kaiserbuche

Giagl und Jule
Giagl und Jule

Gruppenfoto
Gruppenfoto

Günter
Günter

in Reih' und Glied
in Reih' und Glied

'Egade'
'Egade'

Hordi, Tom mit Frau, ...
Hordi, Tom mit Frau, ...

Das © Copyright für den Text im Original hat natürlich Giagl (alles wieder mal nur geklaut ;-)).

 
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